Mrz 122013
 

Noch immer versuchen viele kleinere Shops ihr Linkbuilding selbst zu machen, doch nach den letzten großen Upadtes sollte man hier vorsicht walten lassen. In diesem Artikel zeige ich die Grundlagen des Linkbuilding. Bitte bedenkt, das dies in keinem Fall so gemacht werden sollte, bevor das bestehende Profil untersucht wurde. Es ist also immer eine gute Entscheidung einen Experten zu konsultieren.

Linkarten

Linkprofile

Linkprofile der Gewinner und Verlierer

Bei dem setzen von Links, solle man stark auf natürlichkeit achten. Hierzu ist der richtige Linkmix entscheidend. Eine Seite nur mit Bookmarks oder ähnlichem wird schnell erkannt. Das Verhältnis verschiedener Linkarten muss ausgewogen sein.

Doch was ist ein natürlicher Linkmix? Eine Antwort darauf liefert die LIBAKO-Studie, die die Gewinner/Verlierer der letzten Updates auf Ihre Linkstrukturen hin untersucht haben.

Perfekter Linkmix

Perfekter Linkmix aus der LIBAKO-Studie

Aus der Studie selbst gelang es auch einen Vorschlag für das perfekte Linkprofil zu machen. Großes Problem sind hier vermutlich immer die Trustlinks, die natürlich schwer zu bekommen sind.

Anchortexte

Das Pinguin Update im April 2012 war zu einem großen Teil auf die Anchortext-Verteilung gestützt. Verlinkt man hier immer und immer wieder mit dem gleichen Linktext kann dies schädlich sein.

Generell kann man folgende Ankertext-Arten unterscheiden:

  • Moneykeywords: Die Keywords über welche Geld verdient wird und zu denen wir eigentlich ranken wollen. Bsp.: “Kredit”
  • Brandkeywords: Brandkeywords sind auf die Marke ausgelegt, also den Markennamen, aber auch die URL in verschiedenen Variationen kann man hier zählen. Bsp.: “Volksbank”
  • Sonstige: Sonstige Anchortexte sind z.B. Füllwöter wie “Website”, “hier klicken” oder “da gesehen”, also allgemeine Anchortexte, die mit der Website an sich nicht viel zu tun haben.
  • Compound: Compound-Anchortexte sind aus 3 oder mehr Worten zusammengesetzte Links. Hierbei wird sich aus allen 3 anderen Anchortext-Arten zusammengesetzt, wobei hauptsächlich die Füllwörter eine tragende Rolle übernehmen.

Einen der besten Artikel zur Ankertext-Verteilung mit einer kleinen Studie findet ihr im Blog von Julian bei SEOkratie.

Hier sein Fazit zu den zu bevorzugenden Anchortexten:

  • Domains, die als häufigsten Linktext ein Moneykeyword hatten, waren in der Regel gerade in letzter Zeit von Rankingabstürzen betroffen
  • Domains mit zu vielen Moneykeyword-Links haben keine guten Karten bei Google
  • Am besten schneiden Domains ab, die viele Brandlinks haben und auch viele der sogenannten “Compound”-Anchortexte (beste Kombination)
  • Domains mit vielen “Sonstiges” Links waren überraschenderweise oft sehr spammy

Anteil der Deeplinks

Deeplink-Verteilung (Beispiel)

Deeplink-Verteilung einer großen deutschen Marke

Deeplinks bezeichnen externe Links, die nicht auf die Startseite, sondern auf Unterseiten verweisen. Bei einer Gesunden Hompage ist das Verhältnis ausgewogen. Wie viele Links (anteilig) auf Unterseiten gehen sollten, hängt allerdings stark von der Branche ab. Zu diesem Fazit kommt auch Hanns Kronberg in seinem Blog. So ist es z.B. bei Magazinseiten durchaus üblich, das mehr auf Unterseiten verlinkt wird. Bei Shopseiten gehen zur Stärkung der Brand auch viele Links auf die Startseite. Über den Daumen gepeilt kann man hier meiner Meinung nach ca. 35% der Links auf die Startseite setzen, wobei das, wie bereits erwähnt, ein Streitpunkt sein kann. Zur genaueren Einschätzung sollte man sich hier am besten an der direkten Konkurrenz auf den forderen Plätzen orientieren.

Backlinks kaufen

Backlinks einzukaufen ist laut Google nicht erlaubt. Dennoch gibt es günstige Möglichkeiten sich Links online zu kaufen. Hier sollte man auf Klasse statt Masse setzen und keinesfalls “Linkpakete” bei Ebay ersteigern. Diese werden meist über Blackhat-Tools automatisch generiert und richten daher einen nicht unerheblichen Schaden an. Wer keine Möglichkeit sieht organische Links über guten Content und dessen Seeding zu generieren, sollte sich mit Blogvermarketern wie Ranksider in Verbindung setzen. Mehr als Bloglinks findet man z.B. bei Sauercrowd, wobei man hier die Laufzeiten beachten sollte, da es teilweise länger dauert, bis ein Link gesetzt wird.

Ich kann aus Erfahrung sagen, das es meistens keine gute Idee ist, als Einsteiger auf Linkauf zu setzen. Wer hier fehler macht, kann schnell in die Filter des Pinguin-Updates rutschen, oder sogar eine manuelle Abstrafung riskieren, aus der ist sehr sehr schwer zu entkommen ist. Aktuelle Fälle sind z.B. Inerflora aus der UK, die wegen des Kaufs von “Advertorials” auf Online-Magazinen abgestraft worden ist. Solche gekauften Links sollten immer mit dem “nofollow”-Attribut für Google als gekauft gekennzeichnet werden, um einer Abstrafung zu entgehen. Auch nofollow-Links sind durchaus sinnvoll, allerdings nicht in großen Massen.

Die verlinkende Seite

Beispiel für eine klassische Spam Seite

Beispiel für eine klassische Spam Seite

Die Qualität der Verlinkenden Seite sollte natürlich hoch sein um eine entsprechend positive Wirkung auf unsere Seite zu haben. Für mich an erster Stelle steht daher nicht Sichtbarkeit oder Anzahl der Links, sondern die Themenrelevanz. Ein Link, der Traffic bringt, ist immer ein guter Link! Auch Google kann tracken ob Besucher den Link klicken, er also hilfreich ist, und diesen auch entsprechend dieser Metriken bewerten.

Natürlich sollte die Seite auch gepflegt aussehen und nicht voll mit SEO-Content und Verlinkungen auf optimierte Seiten sein. Solche Contentfarmen (oder auch Linkfarmen wenn alle Links nah beieinander oder sogar auf einer Seite liegen) haben in den letzten Google-Updates stark verloren.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Inhalte der Website: Wer auf Porno, Viagra und Glücksspielseiten verlinkt, sollte besser nicht auf unsere Seite verlinken! Sogenannte PPP-Seiten werden von Google nicht besonders gemocht (Adult-Filter) und wer darauf verlinkt schadet auch seiner eigenen Seite.

Achtet besonders auf eventuelle Verlinkungen von anderen Seiten in den Footern. Hier werden gerne unauffällig Links zu diversen, thematisch unrelevanten, Seiten verlinkt.

Weite Faktoren sind:

  • Aktive Leserschaft (werden die Posts kommentiert)
  • Regelmäßige Artikel
  • Sichtbarkeit zu relevanten Keywords
  • Verlinkung von anderen Seiten
  • Anzahl der Facebook-Fans/Followern auf G+ und Twitter (schau ich mir gerne an, ist aber offiziell noch kein Rankingfaktor)
  • Die Seite sollte im Google-Index sein
  • Die Seite sollte in den letzten Monaten nicht massive an Page Rank verloren haben (Zeichen für Abstrafung)

Fazit

Linkaufbau ist nichts für Laien. Wer hier keine Erfahrung hat, sollte sich die Expertise extern suchen, oder sich auf klassische Onpage-Maßnahmen und ein gutes Content-Marketing als Linkmagnet beschränken. Eine gute PR-Arbeit ersetzt oft teures Linkbuilding und ist wesentlich nachhaltiger. Trotzdem wollen viele Einsteiger und Webmaster Linkaufbau betreiben, da es an vielen Stellen noch immer als die Top-SEO-Maßnahme gehandelt wird.

Zum Glück nimmt dieses Denken langsam ab und das Arbeiten nach den Richlinien von Google nimmt weiter zu.

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Nicole Mank

Mein Name ist und ich betreibe she-seo.net in meiner Freizeit. Ich bin als SEO-Consultant bei der SEOSEO GmbH unterwegs und beschäftige mich auch nebenher viel mit Themen Rund um Onlinemarketing und Suchmaschinenoptimierung.

  25 Responses to “Linkbuilding: Das kleine 1×1”

  1. Hi Nicole,

    ein toller Artikel. Aktueller denn je, da der gute Herr Cutts ja schon weitere Updates für diese Woche angekündigt hat.
    Allerdings bin ich es langsam fast Leid über das Thema Linkbuilding zu sprechen oder zu lesen (klar, Niemand zwingt mich :) ).
    Ich denke, es ist auch wichtig mal zu sagen, dass man nicht kopflos in irgendeine Panik verfallen sollte, daher ist es in jedem Fall ratsam eine zweite Meinung einzuholen.

    Grüße,
    Jan

  2. Hi Nicole,

    meine Lieblings-Link-Methode für Shops ist die Integration eines Blogs. Hier kann man viel freier redaktionell arbeiten und mit wirklich guten Texten und Infos Links abgreifen. Durch die Verlinkung zwischen Blogartikel und Shopseite profitiert auch der Shop davon. Natürlich ist diese Methode um einiges aufwändiger, aber es lohnt sich :)

  3. Neben der Qualität der Links, ist auch der Zeitpunkt und eine mögliche Frequenz in der Backlinks gesetzt werden nicht ganz uninteressant. Gerade bei neuen Projekten sollte das Wachstum nicht zu schnell, sondern wohl dosiert passieren. Und auch ein Link von SPON (sofern möglich) sollte nicht einen Tag nach Livegang gesetzt werden. Hier ein wenig Natürlichkeit und Zurückhaltung walten lassen, kann ebenfalls nicht von Nachteil sein.

  4. Hi Nicole,

    sehr schöner, ausführlicher Artikel! Auch wenn ich persönlich nicht auf manuellen Linkaufbau setzte, verstehe ich doch, dass viele möglichst schnell ihre Webseite “promoten” möchten. Und Backlinks sind eben immer noch ein wichtiger Faktor. Trotzdem bin ich der Meinung das sich der Fokus langsam verschiebt, denn Google kann in dem Bereich immer mehr und der manuelle Linkaufbau wird immer schwieriger, wie du selbst schreibst. Neuen Webmaster die ein bisschen Zeit mitbringen und lieber auf langfristige Internetprojekte setzten würde ich definitiv vom manuellen Linkaufbau abraten.

  5. Ich finde es nicht in Ordnung das sie immer nur vereinzelnt Unternehmen wie Interflora die rote Karte zeigen, im Endeffekt nutzen doch so viele solche Aktionen aber es ist auch die Frage was für Seiten vorne stehen würden wenn sie wirklich jede Seite die z.b. solche Advertorials nutzt abstraft, denke mal es ist auch einfach eine Frage wie viel man sowas nutzt oder?

  6. Wie üblich macht die Mischung das Salz in der Suppe.
    Danke für den hervorragend zusammengefassten Artikel, nicht nur für Neulinge, sondern auch immer mal wieder gut zu lesen um sich selbst daran zu erinnern. Es schleichen sich doch immer wieder Gewohnheiten ein.

  7. “mit dem kleichen Linktext kann dies schädlich sein.”
    Findest du den Fehler? :-)

  8. Vielen Dank für diesen Artikel, aber wenn man gerade als kleiner Einzelkämpfer dabei ist, seinen Shop aufzubauen und die an einen herantretenden Seo Agenturen oder Dienstleister mindestens 200 Euro pro Monat haben wollen, hat man leider nicht immer die Wahl alles extern machen zu lassen. Ich versuche mir das Wissen selbst anzueignen…und bin auch etwas verwirrt, da ich oft sehr unterschiedliche Meinungen lese

  9. Hallo Nicole,

    Linkaufbau ist nichts für Laien. Wer hier keine Erfahrung hat, sollte sich die Expertise extern suchen. Eine gute PR-Arbeit ersetzt oft teures Linkbuilding und ist wesentlich nachhaltiger.

    gerade als Laie sollte man sich mit Linkaufbau beschäftigen, um Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln. Anfänger haben ohne Vorkenntnisse keine Möglichkeit, gute Agenturen von den schwarzen Schafen und Möchtegern SEO´s zu unterscheiden, die es mittlerweile zu Hauf im Netz gibt.
    Bei den “Falschen” kann man richtig viel Geld in den Sand setzen.

    • Genau das ist das problem,es vergeht fast kein tag wo nicht irgendeine SEO Firma bei mir anruft und mir das blaue vom Himmel anbietet,soviel erste Plätze gibt es bei Google garnicht,Es ist wahrscheinlich auch nicht das Ziel der SEO Firmen dich schnell nach vorne zubringen sondern viel mehr das Ziel einem Klienten das Geld aus der Börse zu holen.

      • Faustregel: Seriöse SEOs rufen nicht an! Am besten über Empfehlungen gehen oder mal schauen wer so in den Magazinen schreibt :) Anders kann man das Problem wohl nicht umgehen.

        • Hallo Nicole und Andreas,

          du hast wirklich recht, seriöse SEO Agenturen rufen wirklich niemals an oder spammen das Mailfach voll, sondern werden bei Google gefunden – dies ist immer noch die beste Referenz!

  10. toller beitrag. Es ist wichtig sich kritisch mit Linkbuilding und dem Pageranking auseinanderzusetzen. Danke

  11. Wirklich guter Artikel, besonders für Einsteiger in diesem Thema. Linkbuilding ist wirklich eine heikle Angelegenheit bei der schnell Fehler passieren die sich nicht so leicht rückgängig machen lassen. Gerade deshalb ist es natürlich notwendig sich als Betreiber einer website intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen.

  12. Hallo Nicole,
    Ich kann die Wichtigkeit des Linkaufbaus aus eigener Erfahrung bestätigen. Was ich nicht bestätigen kann, ist die Abstrafung im Ranking für Eintragungen in Webkatalogen, so wie es auf dem Bild zu der Studie zu sehen ist. Da ich sowas wie ein Seo-Anfänger (seit Feb.2013) bin, war es für mich entsprechend einfach, sich in diese Kataloge einzutragen. Freeblogs, Artikelverzeichnisse etc. habe ich alle außen vor gelassen, weil ich es einfach nicht besser wusste. Das Resultat war dann Platz 4 mit einer 2 Keyword-Kombi nach bereits 4 Wochen. Danach habe ich erst angefangen auch andere Wege zu suchen und siehe da, nach 7 Wochen war ich auf Platz 1 und bin es heute immer noch. VG Jochen

  13. Hallo Nicole,

    ich warte schon sehnsüchtig auf eine Analyse für das Pinguin 2 Update in Bezug auf die Verlierer, wo sind die Fehler gewesen… einige hatten doch recht angenehme Linkprofile andere wiederum nicht aber beide hat es getroffen…

  14. Und wenn mann dann sich den Backlink aufbau von Mitbewerbern ansieht sind sehr viele Linkfarmen dabei.
    Wäre es eigentlich möglich sich bei Ebay 1000000 Backlinks zuersteigern um damit seine Mitbewerber zu ärgen in dem man die Links für seine Seite platziert?? (wäre ja nicht gerecht von Google)Dann wäre der ganze eigene Linkaufbau doch für die Katze.

    • Ja, das nennt man Negativ-SEO – kannst du ja mal Googlen. Angeblich ist Google recht gut im Erkennen solcher Links und die “beschossene” Seite wird dadurch mittel- bis langfristig nur gestärkt.

  15. Hallo Nicole,

    vielen Dank für den sehr informativen Beitrag. Man ließt sehr viel über Linkbuilding. Auch wenn Dein Artikel schon ein gutes halbes Jahr alt ist, fast er dennoch die Basics in meinen Augen sehr gut zusammen und schafft Know-how. Daher meine Bewertung: Absolut lesenswert!

    Mittlerweile hat sich das Blatt etwas gewandelt und “Alle” schreien nach Content Marketing. Dabei ist dies keine Neuigkeit, wo Google doch schon von Beginn an schreibt, dass aktueller und Mehrwert stiftender Content bevorzugt wird.

    Das Links eine tragende Rolle bei Google spielen, ist auch nicht ganz neu. Nur die Gewichtung der internen wie externen Verlinkung wird regelmäßig angepasst (weil gern auch ausgenutzt). Ich bin kein SEO- Profi, fahre aber mit meiner Contentstrategie und onPage – Optimierung seit Jahren sehr gut.

    Meiner Meinung nach ist die Erwartung von Unternehmern bzgl. Linkbuilding zu hoch und unrealistisch. Da fehlt die nötige Geduld und das Verständnis dafür, ein Linkbuilding – Profil möglichst mit natürlichem Wachstum auszustatten. Es zählen nur schnelle Resultate. Die sind mit LInkbuilding oftmals nicht zwingend zu erwarten, sind jedoch von der Thematik inkl. Konkurrenz abhängig.

    Unseriöse Dienstleister gefährden zudem den Markt durch falsche Versprechungen, gefährliche Methoden und miese Arbeit.

    In diesem Sinne, wünsche ich Dir einen sonnigen Tag und weiterhin viel Erfolg,
    Jens

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